Algarve-Urlaub: Dos und Don’ts in Albufeira, Faro, Lagos und Sagres

Steile Klippen, einsame Buchten, Restaurants mit fangfrischem Fisch. Eine Woche habe ich an der Algarve verbracht, mit Unterkunft in Albufeira und Mietwagen zum Rumreisen. Heute nehme ich euch mal mit auf meine Reise und gebe euch ein paar Tipps. Was solltet ihr euch nicht entgehen lassen sollte und worauf man getrost verzichten kann.

Albufeira – unser Ausgangspunkt

Unsere Unterkunft hatten wir über AirBnB gebucht, ein kleines preiswertes Apartment in Albufeira. Dadurch, dass wir den Flug günstig über RyanAir gebucht haben, mussten wir also für Flug und Unterkunft für eine Woche nur etwa 130 € pro Person bezahlen. Von dieser Unterkunft aus brauchten wir nur 5 bis 10 Minuten zu Fuß zum nächsten Supermarkt, und genauso lange in die Altstadt bzw. zum Strand – optimale Lage also.

Albufeira selbst ist tagsüber ein recht verschlafenes kleines Städtchen, das meiste spielt sich am Strand ab. Nachts entwickelt sich die Altstadt allerdings in eine Partymeile wie in Cala Ratjada. Eine Bar reiht sich an die nächste, Promoter versuchen die Touristen in ihre Restaurants & Clubs zu locken.

Albufeira-Dos

  • In der Altstadt feiern gehen.
  • Essen gehen außerhalb der Touri-Szene. Wenn ihr durch die Altstadt hindurchgeht, über den Jardim Público hinweg in Richtung Praia de Peneco, findet ihr dort etwas abgelegenere Restaurants, die aber meist sowohl preiswerter als auch leckerer sind.
  • Vom Praia de Peneco Richtung Osten die Strände entlang spazieren. Ihr könnt kilometerweit die Strände abklappern, vom Praia de Peneco, über den berühmteren Praia dos Pescadores geht ihr solange weiter, wie ihr wollt. Ab und zu müsst ihr dafür auch über kleine Felsen klettern, allerdings nichts, was nicht in Flip Flops zu bewältigen wäre. Auf dem Weg könnt ihr auch immer wieder kleine windgeschützte Buchten finden, gleichzeitig aber auch größere Strandabschnitte mit Bars.
  • Mittagessen im No Solo Àgua am Praia dos Alemaes. Süßes kleines Strandrestaurant mit einer großen Auswahl an frischen Säften und Snacks, wie Wraps oder Sandwiches.
  • Eis essen in der Altstadt. Hinter dem Jardim Público rechts neben der Tic Tac Bar geht eine Straße hoch. Geht ihr diese entlang findet ihr auf der rechten Seite eine kleine Eisdiele. Die Auswahl ist nicht so groß, die Kugeln dagegen umso riesiger (2 Kugeln für 3,80 € reichen aus, tagsüber schmilzt euch auch bei nicht so gutem Wetter alles weg). Bei der Bestellung allerdings deutlich sprechen. Ich sollte Lemon, bekam M&M. Hat trotzdem geschmeckt.
  • Einen Tagesausflug auf dem Meer buchen. Wir waren einen halben Tag lang unterwegs – Delfine und Höhlen von außen beobachten. Die etwa dreistündige Tour hat 35 € gekostet und war eine sehr gute Entscheidung. An dem Tag war das Wetter (mal wieder) nicht gut genug, um uns zu sonnen, da kam die Tour gerade recht, da die Delfine tatsächlich rund um unser Boot herumgetollt sind.
  • An der Küste entlang wandern. Wir sind mit dem Mietwagen zum Algar Seco und sind von dort aus bis zum Praia da Marinha an der Küste entlang gewandert. Auf diesem Weg gibt es unglaublich schöne Ausblicke und versteckte kleine Buchten, an denen man sich niederlassen kann.

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  • Auf dieser Wanderung kommt ihr auch an der berühmten Höhle von Benagil (die Kathedrale) vorbei. Da bei uns das Wetter mal wieder nicht mitgespielt hat, war es uns zu stressig in die Höhle zu kommen. Ist das Wetter aber gut, solltet ihr euch das nicht entgehen lassen!

Albufeira-Don’ts:

  • Von den Promotern in ihr Restaurant verführen lassen. Alle haben das beste Steak, den geilsten Burger, die geschmackvollsten Drinks. Schaut lieber vorher mal bei Tripadvisor oder Google nach oder ihr entscheidet euch spontan, worauf ihr Lust habt. Generell sind die Restaurants mit den lautesten und penetrantesten Promotern eher nicht die besten.
  • Die ganze Zeit über nur an einem Ort bleiben. Dafür hat diese Gegend einfach zu viel zu bieten.
  • Loswandern, ohne zu wissen, wie ihr auch wieder zurückkommt. Wir sind wie gesagt vom Algar Seco bis zum Praia Da Marinha gewandert und merkten dann, dass wir ja auch wieder zurück mussten, da wir unser Auto am Algar Seco geparkt hatten. 12 Kilometer läuft man dann auch nicht mal eben so zurück. Also wollten wir einen Bus nehmen, haben allerdings keine Haltestelle gefunden. Irgendwann kamen wir dann an einem Restaurant, dass uns netterweise ein Taxi gerufen hat…mit dem wir dann ganze 10 Minuten bis zu unserem Auto gebraucht haben. Also am besten vorher bereits eine Taxinummer heraussuchen.

Faro und Umgebung

Ich muss zugeben, dass Faro für mich tatsächlich die schönste Altstadt hatte. Als wir das erste mal dort waren, war es allerdings Sonntagnachmittag und es herrschte gähnende Leere. Am Tag unseres Abflugs waren wir dann noch mal vor Ort und da war schon etwas mehr los.

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Etwas weiter im Inland gelegen, in der Nähe der Stadt Tavira, welche auch (etwas übertrieben) als das Venedig der Algarve bezeichnet wird, gibt es den Badesee Pego do Inferno.

Er liegt etwas versteckt, bietet allerdings eine Wasserfall und eine Liane, mit der man sich vom Felsen ins kühle Nass schwingen kann. Wenn man herausfindet, wie man an sie rankommt. Wir schafften es nicht.

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Lagos und Sagres

Lagos:

In jedem Reiseführer, in jedem Blog liest man über Lagos und Sagres. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das nicht so ganz nachvollziehen kann. Die Altstadt von Lagos ist ganz süß, ganz nett, aber wirklich nichts Besonderes. Was ich an Lagos allerdings tatsächlich schön fand, war  die vielfältige Streetart, die zum Teil echt coole Motive zeigt.

Am Hafen gibt es dann Praia de Batata. Am Ende dieses Strandes findet sich eine kleine Höhle, durch die man an die nächste Bucht gelangt. Dies wiederholt sich ein paar Male, bis man schließlich über kleine Felsen klettern muss und am bekannteren Praia de Dona Ana landet, wenn man sich nicht für eine der kleineren Buchten vorher entscheidet.

Lagos-Dos:

  • An einem der Strände zwischen Praia Batat und Praia de Dona Ana entspannen und baden.
  • Durch die Altstadt spazieren.
  • Ponte de Piedade. Diese Felsformation sieht schon von oben unglaublich aus. Wenn ihr dort seid, könnt ihr zu den Grotten hinab. Unten wird dann eine Bootsfahrt in die einzelnen Höhlen angeboten. Kostet 20 € pro Person für etwa 30 Minuten. Vom Hafen aus könntet ihr dasselbe als Kayaktour machen, in dem Fall eine mehrstündige Tour für 30 € pro Person. Hier müsst ihr selbst wissen, worauf ihr mehr Lust habt – ob ihr die Höhlen einfach nur von innen sehen möchtet, oder ob ihr wirklich selbst mit Zweier-Kayaks in diese Höhlen hineinfahren möchtet.
  • Nicht zu vergessen: Sonnenuntergang am Ponte de Piedade.

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Lagos-Don’ts:

  • Praia do Camilo. Ja, der Strand sieht schön aus, ist cool angelegt mit den gut 200-300 Stufen. Unten angekommen ist der Strand allerdings vollkommen überfüllt. Man sollte also entweder vorher wissen, ob man wirklich hier bleiben möchte. Denn wenn man erstmal unten ist, und keinen Platz findet, dann muss man die 200-300 Stufen auch wieder hoch, was bei Sommerwetter auch schon recht anstrengend sein kann. Wenn man unten ist, ist es ein Strand wie jeder andere auch. Der Sand ist nicht weißer, das Wasser nicht klarer als anderswo.
  • Nur wegen der Igrejas die Stadt besuchen. Die Altstadt war relativ verschlafen, wenig los in den Straßen, ein ruhiges kleines Städtchen. Mit Ausnahme der Igreja de Santo António. Eine unglaublich lange Schlange, um in diese kleine Kirche zu besichtigen. Nennt mich einen Kulturbanausen, aber das konnte ich nicht nachvollziehen. Bis heute nicht.

Sagres:

Mein Fazit zu Sagres vorab: ich würde nur noch mal hierhin kommen, wenn ich echt nichts anderes machen  könnte. Insofern würde Sagres insgesamt für mich eher als ein Don‘t gelten. Die Sehenswürdigkeiten hier sind das Fortaleza sowie das Cabo de Sao Vicente. Das Fortaleza kostet 3 € Eintritt (1,50 € für Studenten). Mit meinem abgelaufenen Studentenausweis bin ich tatsächlich aufgeflogen und habe daraufhin böse Blicke geerntet.

Auf jeden Fall sind es 3 € für quasi nichts. Es gibt ein paar Überreste der Mauern, eine kleine Kirche und ansonsten von allen Ecken lediglich Ausblick aufs Meer. Tut mir leid, aber diesen Ausblick habe ich auch von den Klippen rechts und links davon.

„die letzte Bockwurst vor Amerika“

Ein bisschen weiter gibt es das Cabo de Sao Vicente und die letzte Bockwurst vor Amerika. Völliger Touri-Quatsch. Und das schlimmste: es gab tatsächlich eine längere Schlange. Also entschuldigung, aber ich fliege doch nicht nach Portugal, um mir eine überteuerte Wurst zu holen, nur weil sie als die „letzte vor Amerika“ deklariert wird.

Der Leuchtturm am Cabo de Sao Vicente kostet keinen Eintritt – weil es nichts zu sehen gibt. Früher galt dieser Standort als das Ende der Welt, heute gibt’s hier deutsche Wurst. Insgesamt war mir Sagres echt zu sehr auf puren Tourismus ausgelegt und deshalb wirklich nicht meins. Es muss allerdings jeder selbst wissen, ob er Lust darauf hat oder nicht.

„Klimawandel im vollen Gange“

Insgesamt muss ich zugeben, dass ich mit dem Wetter richtig Pech hatte. Einige Portugiesen meinten, der Klimawandel sei im vollen Gange und wir bekämen das jetzt alle zu spüren. Als ich dort war, hatten wir abends nur selten mehr als 15 Grad (was schade war, weil wir kaum lange Sachen dabei hatten) und tagsüber selten Sonne, während in Deutschland super Wetter war.

Wenn ihr mehr Bilder von meiner Zeit an der Algarve sehen möchtet, schaut einfach mal auf meine Instagram-Profil vorbei:

https://www.instagram.com/yannibaguuus

Bis zum nächsten Mal (Spoiler: ich war nur eine Woche später für eine Woche auf Kos),

Euer Yanni

About Yannik:

Yannik hat bereits während seines Studiums mehrere Semester im Ausland verbracht. Seitdem nutzt er jeden Urlaub, um neue – am liebsten – sonnige Orte zu entdecken. Mit dabei ist immer seine Kamera, um die schönsten Momente einzufangen. Damit bringt er sich und euch auch etwas Medizin gegen das Fernweh mit.

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